La Reunion Allgemein

Ile de la Reunion

Karte: La Réunion mitten im Indischen Ozean
Quelle: google.com

Der Insel La Réunion - auf französisch Île de la Réunion - befindet sich mitten im Indisches Ozean. Politisch gehört der Insel zu Frankreich und ist als französische Übersee-Department registriert.
Zusammen mit den Inseln Mauritius und Rodrigues, gehört La Réunion zu der Inselgruppe Maskaren. La Réunion liegt ca. 800 km östlich von Madagaskar und hat eine Fläche von 2'507 km². Insel La Réunion wurde vom portugiesischen Seefahrer Pedro Mascarenhas am 9. Februar 1507 entdeckt.
Nach der letzte Einwohnern Aufzählung in 2009, leben zur Zeit ungefähr 827'000 Menschen auf diesen paradiesischen Insel. Neben französische Amtssprache kann man die Einwohnern von La Réunion, noch auch Kreolisch hören zu sprechen. Mehr über Bevölkerung, Kultur und Sprachen können Sie auf einzelnen Seiten erfahren.

Geologie

Die Insel ist vor etwa drei Millionen Jahren entstanden, als der Vulkan Piton des Neiges aus dem Indischen Ozean aufstieg. Eine Vulkankette, deren höchste Gipfel der Piton des Neiges (3069 m) und der noch aktive Piton de la Fournaise (2631 m) sind und die durch Hot-Spot-Vulkanismus entstanden ist, verläuft quer über die ganze Insel. Im Inneren von La Réunion befinden sich außerdem drei Talkessel, die Cirques von Salazie, Cilaos und Mafate. Letzterer ist sehr abgelegen und nur zu Fuß oder per Hubschrauber zu erreichen.

Natur: La Réunion
Quelle: fotocommunity.de

Der Piton de la Fournaise zählt mit mehr als einer Eruption pro Jahr zu den aktivsten Vulkanen der Welt und steht daher unter permanenter Überwachung. Da der aktive Vulkan im Westen an den Piton des Neiges grenzt, fließt seine Lava immer in Richtung Osten, hinunter zum Indischen Ozean. Die bisher gravierendsten Ausbrüche:

  • - 1998 wurden ca. 1.000 Beben pro Stunde gemessen
  • - 2007 spie der Vulkan dermaßen viel Lava, dass diese die Umgehungsstraße überfloss und die Insel überdies um einige km² vergrößerte.

Mitte Oktober 2010 fand ein vorerst letzter, mehrtägiger kleinerer Lavaausbruch statt.

Klima

Das Klima auf Réunion ist tropisch-sommerfeucht, mit einer Regenzeit in den Monaten Dezember bis März. Es gibt auf der Insel sehr verschiedene Mikroklimate. Die Ostküste ist sehr regenreich, die Westküste weist teilweise ein Steppenklima auf.

Strand: Tropical Beach
Quelle: willgoto.com

An keinem Ort der Erde fällt innerhalb eines oder weniger Tage mehr Regen als auf La Réunion. An der Ostküste wurden am 15. und 16. März 1952 insgesamt 1870 mm Niederschlag in 24 Stunden gemessen. 2007 wurden innerhalb von drei Tagen 3929 mm Regen gemessen – jeweils Weltrekord für die genannten Zeitspannen.
Zum Vergleich: Österreich hat einen durchschnittlichen Jahresniederschlag von rund 1170 mm und Deutschland von etwa 700 mm. Trotz der hohen Niederschlagsmenge scheint auf Réunion die Sonne im Mittel 2000 Stunden im Jahr.

Die Durchschnittstemperatur an der Küste beträgt im Sommer (Dezember bis März) 30 Grad Celsius. Im Winter werden 20 Grad Celsius gemessen. In einigen Metern Höhe kann die Temperatur bis auf 15 Grad sinken.

Jährlich entstehen im Indischen Ozean etwa zwölf Zyklone, die im Schnitt drei Wochen lang anhalten. Jedoch längst nicht alle treffen auf die Insel. Die Zyklone können La Réunion insoweit gefährlich werden, weil sie viel Wind, Regen und hohen Seegang mit sich bringen. Im Zentrum eines Zyklons beträgt die Windgeschwindigkeit bis zu 300 km/h. Der Zyklon, der die meisten Menschenleben kostete, war im Jahre 1948. 165 Menschen wurden in ihren Häusern verschüttet.

Meteorologen verfolgen ständig die Bewegungen auf dem Meer und um die Insel und geben entsprechende Warnungen heraus, falls Gefahr besteht. Gefahrstufe "orange" bedeutet, dass in den nächsten 24 Stunden Gefahr besteht. Schulen werden geschlossen, aber das wirtschaftliche Leben läuft normal weiter.
Alarmstufe Rot wird bei sofortiger Gefahr einige Stunden vorher ausgegeben. Es ist strikt verboten, sich draußen, oder gar in den Bergen oder am Meer aufzuhalten.

Nach dem Zyklon gibt es eine so genannte Phase der Vorsicht. Der Zyklon zerstreut sich, aber es bleiben immer noch Risiken für die Bevölkerung. Die wirtschaftlichen Aktivitäten werden wieder aufgenommen, aber die Schulen bleiben noch geschlossen.

Zyklonen auf La Reunion

Nature: Sunrise on the beach
Quelle: webshots.com

  • - 1733: Zwei Schiffe sanken aufgrund des starken Seegangs.
  • - 1806/07: Sehr starke Regenfälle betrafen die Insel und zerstörten sogar die Kaffeeplantagen an der Westküste.
  • - 1932: Ein sehr kleiner, aber sehr aggressiver Zyklon, der hauptsächlich an der Westküste wütete, kostete 90 Menschen das Leben.
  • - 1948: Einer der gefährlichsten Zyklone der Geschichte. Zu verzeichnen waren 165 Tote, viele zerstörte Häuser und eine langandauernde Wirtschaftskrise. Die geschätzte Windgeschwindigkeit belief sich auf über 300 km/h.
  • - 1980: Zyklon Hyacinthe war zwar nicht so stark, aber brachte starke Regenfälle mit sich, die Erdrutsche verusachten. Man zählte 25 Tote. Innerhalb von zwölf Stunden fielen 1170 mm in Grand-Ilet (im Tal Salazie) und auf dem Vulkan Piton de la Fournaise wurden auf 15 Tagen verteilt 6083 mm Niederschlag gemessen.
  • - 1989: Zyklon Firinga, der überwiegend im Süden wütete, kostete durch starken Wind und viel Regen sieben Menschen das Leben.
  • - 2002: Zyklon Dina betraf den Norden der Insel. Einige Hausdächer wurden zerstört. Dank der meteorologischen Aufzeichnungen konnten früh genug Warnungen herausgegeben werden, sodass keine Menschenleben betroffen waren. Es wurden Windstärken von über 250 km/h gemessen.
  • - 2007: Zyklon Gamede streift auf über 300 km die Insel, davon betroffen ist besonders der Norden. Es dauerte einige Wochen bis die Schäden durch den starken Seegang und den vielen Regen beseitigt waren. Innerhalb von vier Tagen prasselten 4869 mm Niederschlag an der Wetterstation am Cratère Commerson nieder und stellten so einen neuen Regenweltrekord für die 96-Stunden-Zeitspanne auf.

Quelle: Wikipedia.de.

Insel La Reunion

Die Insel liegt mitten in dem Indische Ozean knapp 700 km östlich von Madagaskar und gehört zusammen mit Mauritius zu der Inselgruppe Maskarenen. Entdeckt würde von Pedro Mascarenhas. Die Insel ist vor etwa drei Millionen Jahren entstanden, als der Vulkan Piton des Neiges aus dem Indischen Ozean aufstieg.

Quelle: Google Maps